Shareholder Value

26/03/16 Allgemein , Integrität & Werte , Nachhaltigkeit

#022 #Führung #Frage: Gewinne privatisieren, Müll sozialisieren. Ist der #Shareholder Value Ansatz noch zeitgemäß?

Gewinne privatisiert, Müll sozialisiert. Mit diesem Titel beginnt der Wirtschaftswoche Redakteur Andreas Macho seine Kolumne zum Dax Konzern K+S. Der Hersteller von Kalisalzen hat jahrelang Salzabfälle tief unter die thüringische Erde gepresst, ob legal oder nicht, das prüft gerade der Staatsanwalt. Dabei könnte laut Macho der Müll auch umweltschonender entsorgt werden. “Zum Beispiel könnte die Salzlauge eingedampft werden, mittels einer Vakuumkristallisationsanlage, sodass nur eine kleine Menge Magnesiumchlorid-Lösung übrig bleibe. Doch statt hier zu investieren, pumpt K+S den Salzabfall weiter in die Umwelt, frei nach dem Motto: Gewinne privatisieren, den Müll sozialisieren” (Quelle Wirtschaftswoche 09, vom 26.02.2106).

Der Berater und Buchautor John Elkington hat schon 1994 darauf aufmerksam gemacht, das Unternehmen langfristig erfolgreicher sein werden, wenn neben den Aktionären auch die Gesellschaft und die Umwelt von den Produkten profitiert. Er nannte sein Konzept die Triple Bottom Line: People, Planet, Profit anstatt Profit, Profit, Profit, was das Mantra des Shareholder Value Ansatzes zu sein scheint.

Der Krebsforscher und Gründer der Non-Profit Organisation “The Natural Step” Dr. Karl-Henrik Robèrt erläutert im Video, wie man das Spannungsfeld von ökologischer und sozialer Nachhaltigkeit nutzen kann, um Produkte und Services zu schaffen, die Gewinne generieren. Profite zu machen und dabei gutes für die Umwelt und Gesellschaft zu tun muss also kein Widerspruch sein! Es bleibt zu hoffen, dass sich diese Erkenntnis schnell durchsetzt.

 

 

Ein fundierte Übersicht zum Thema Triple Bottom Line finden Sie im Lexikon der Nachhaltigkeit unter diesem Link

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